Kontroverse Änderung wird durchgesetzt: Bitcoin Core hebt OP_RETURN-Limit auf
By: blocktrainer|2025/05/06 20:15:02
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Bitcoin Core ist die am weitesten verbreitete Software zur Teilnahme am Bitcoin-Netzwerk – sie dient als sogenannte Full Node und kann auch als Wallet genutzt werden. Entwickelt wird sie von einer offenen Gemeinschaft von Freiwilligen und stellt die Referenzimplementierung des Bitcoin-Protokolls dar. Mit der bevorstehenden Aufhebung des OP_RETURN-Limits durch Bitcoin Core bahnt sich eine kontroverse Änderung im Bitcoin-Netzwerk an. Während die befürwortenden Entwickler von mehr Effizienz und Transparenz sprechen, befürchten Kritiker “den Anfang vom Ende des Bitcoin-Netzwerks” und eine Abkehr von dessen ursprünglichem Zweck. Bereits vor wenigen Tagen berichteten wir hier bei Blocktrainer.de über die zunehmenden Spannungen innerhalb der Entwickler-Community rund um die OP_RETURN-Debatte. Wie aus einem GitHub-Gist des Core-Entwickler instagibbs hervorgeht, wurde nun dennoch entschieden, das Limiit in der nächsten Bitcoin Core Version vollständig zu entfernen. Die kontroverse Änderung wurde in Form eines sogenannten Pull Requests (#32359) eingebracht – und zwar vom (mittlerweile nicht mehr ganz unumstrittenen) Bitcoin-Urgestein Peter Todd beziehungsweise im Auftrag von Chaincode Labs. Bisher durften Bitcoin-Transaktionen nur sehr kleine Datenmengen (maximal 80 Byte) über das sogenannte OP_RETURN-Feld enthalten. Dieses Feld wurde von Anfang an bewusst begrenzt, um die Blockchain möglichst schlank zu halten und Spam zu vermeiden. Wer größere Daten einfügen wollte, musste auf komplizierte Tricks ausweichen, etwa indem er scheinbar normale Ausgänge erstellte, die in Wirklichkeit nur Daten enthielten – sogenannte „Fake Outputs“. Diese Methoden machten die Bitcoin-Blockchain allerdings unübersichtlicher und ineffizienter. Mit dem nächsten Update von Bitcoin Core wird dieses Limit nun vollständig entfernt. Das heißt: Mehr Daten lassen sich direkter und gewissermaßen transparenter in der Bitcoin-Blockchain speichern. Trotz aller Kontroverse betonen die verantwortlichen Core-Entwickler: Das alte Limit sei ohnehin leicht zu umgehen gewesen und habe inzwischen mehr geschadet als genutzt. Durch die Aufhebung könne man Daten wieder „sauber“ speichern – ohne Umwege und ohne das Set der ausgabefähigen Bitcoin ( UTXO ) aufzublähen. Für die meisten Nutzer ändert sich durch diese Entscheidung zunächst nichts Grundlegendes. Es handelt sich nicht um eine Änderung der Bitcoin-Regeln selbst, also um keine sogenannte Konsensänderung. Stattdessen betrifft die Entscheidung nur die „Policy-Regeln“ – also die Standard-Einstellungen, nach denen die Bitcoin Core -Software Transaktionen weiterleitet und verarbeitet. Diese Regeln legen fest, welche Art von Transaktionen ein Node automatisch akzeptiert und an andere weiterleitet. Entwickler und Betreiber von Nodes können diese Einstellungen jedoch anpassen oder alternative Software wie Bitcoin Knots verwenden, die andere Vorgaben macht. Wer Bitcoin Core 30.0 nutzt, wird künftig Transaktionen mit großen OP_RETURN-Feldern akzeptieren – andere Implementierungen oder ältere Versionen können das anders handhaben. Kurz gesagt: Bitcoin bleibt als Netzwerk stabil – aber die Art, wie einzelne Programme mit bestimmten Transaktionen umgehen, wird flexibler. Es zeigt aber auch, wie dezentral Bitcoin funktioniert: Es gibt (wenn nötig) nicht nur eine „offizielle“ Software, sondern mehrere Wege, wie Nutzer und Miner sich beteiligen können. Unabhängig davon, wie man zur OP_RETURN-Änderung steht, sehen einige Bitcoiner in der aktuellen Debatte vor allem eine Chance: mehr Aufmerksamkeit für den Software-Pluralismus im Bitcoin-Ökosystem. In einigen öffentlichen Diskussionen betonten User, dass ihnen die konkrete Entscheidung über das Limit gar nicht so wichtig sei – entscheidend sei vielmehr, dass Bitcoin-Nutzer erkennen, dass es verschiedene Implementierungen gibt und in Zukunft vielleicht noch mehr dazukommen. Bislang dominiert Bitcoin Core allerdings mit einem Marktanteil von weit über 90%. Projekte wie Bitcoin Knots, btcd oder Libbitcoin ermöglichen es jedoch, alternative Policy-Regeln zu wählen oder eigene Anpassungen vorzunehmen. Die Debatte rund um OP_RETURN kann damit im besten Fall als Katalysator wirken, um die Dezentralität nicht nur im Netzwerk, sondern auch auf Software-Ebene zu stärken.
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