Betrügerische Krypto-Forderungen für gestrandete Schiffe in Hormuz
- Schiffe, die in der Straße von Hormuz feststecken, werden von Betrügern angegriffen, die sich als iranische Behörden ausgeben.
- Diese Betrüger verlangen Bitcoin oder USDt als „Durchgangsgebühren“.
- Das Unternehmen Marisks warnt, dass diese Versuche, Zahlungen zu erpressen, nicht von iranischen Stellen stammen.
- Johanna Martin von Chainalysis hebt das Risiko von Sanktionen bei solchen Krypto-Zahlungen hervor.
- Iran erwog Berichten zufolge, reguläre Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen in Bitcoin zu erheben.
WEEX Crypto News, 2026-04-21 15:41:11
Die Betrugsmasche im Detail
Betrüger geben sich als iranische Sicherheitsbehörden aus, um von Schiffseignern, deren Schiffe westlich der Straße von Hormuz gestrandet sind, “Durchgangsgebühren” in Form von Kryptowährungen zu verlangen. Laut dem Unternehmen Marisks, das sich auf maritime Risiken spezialisiert hat, wurden solche Nachrichten an zahlreiche Schiffseigner versendet. Diese sollen angeblich einer Überprüfung und anschließender Bestimmung einer „Gebühr“ in Bitcoin oder USDt unterzogen werden, die für die freie Durchfahrt erforderlich ist.
Potenzielle Strategische Erwägungen Irans
Die Straße von Hormuz ist ein wichtiger Transitpunkt für den globalen Energiemarkt. Vor dem aktuellen Konflikt im Nahen Osten wickelte sie ungefähr ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgasexporte ab. Berichte deuten darauf hin, dass Iran erwägt, reguläre Zölle für die Passage der Schiffe in Bitcoin zu erheben. Leere Tanker könnten möglicherweise kostenfrei passieren, während andere auf der Basis von etwa 1 USD pro Barrel Öl belastet würden.
Risiken und Sanktionen für Krypto-Zahlungen
Eine direkte Bezahlung der „Transitgebühr“ in Kryptowährungen an Iran birgt erhebliche Risiken, einschließlich der Verletzung internationaler Sanktionen, so Kaitlin Martin von Chainalysis. Zahlungen, die als finanzielle Unterstützungen an iranisch-kontrollierte Wasserwege gesehen werden, könnten als Verstoß gegen Sanktionen betrachtet werden, insbesondere wenn die Islamische Revolutionsgarde beteiligt ist.
Ausbaufähigkeit des Betrugs
Ein kürzlich aufgetretenes Beispiel zeigt, dass ein Schiff, auf das geschossen wurde, ähnliche gefälschte Anweisungen erhalten haben könnte. Marisks hat zwar keine unabhängige Bestätigung dieser Anweisung erhalten, doch die Möglichkeit, dass dieser Betrug noch ausgeweitet werden kann, besteht stark.
Fazit
Betrügereien in der Straße von Hormuz sind eine ernste Angelegenheit, die Schifffahrtstreibende alarmieren sollte. Der aktuelle geopolitische Kontext schürt das Risiko, dass solche Cyberkriminalität völlig neue Dimensionen annimmt. Die Transport- und Logistikindustrie muss sich der Risiken bewusst sein, die Krypto-Zahlungen an unautorisierte Parteien mit sich bringen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Straße von Hormuz?
Die Straße von Hormuz ist ein strategisch wichtiger Seeweg, der den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer verbindet und ein bedeutender Durchgangspunkt für den globalen Öltransport ist.
Wie erkennen Schiffseigner Betrug?
Meist werden unaufgefordert Nachrichten gesendet, die die Zahlung von Gebühren in Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin oder USDt, anfordern, die angeblich zur Durchfahrt erforderlich sind.
Welche Risiken bestehen bei der Bezahlung in Krypto?
Neben der Möglichkeit, Opfer von Betrug zu werden, besteht auch ein erhebliches Risiko von Sanktionen, insbesondere bei Zahlungen, die mit iranisch kontrollierten Ressourcen verbunden sind.
Warum ist die Straße von Hormuz geschlossen?
Die Schließung wurde durch eskalierende Konflikte in der Region verursacht, die die Sicherheit der Passage beeinträchtigen könnten.
Ist Iran wirklich an diesen Betrügereien beteiligt?
Aktuell gibt es keine Bestätigung, dass die iranischen Behörden an diesen Betrügereien beteiligt sind. Die Situation weist vielmehr auf das Werk von unabhängigen kriminellen Gruppen hin.
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