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Schade: Der Zinsen zahlende Stablecoin USDM wird abgewickelt

By: bitcoinblog|2025/05/16 14:00:19
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Anchorage Digital kauft Mountain Protocol, das bisher den Stablecoin USDM herausgibt, um „die institutionelle Adoption von Stablecoins zu beschleunigen.“ In der Praxis bedeutet das, dass einer der spannendsten Stablecoins fürs Volk verschwindet. Kein Mensch, der sein Erspartes liebt, hält Euro oder Dollar oder deren Stablecoin-Abbilder. Stattdessen sollte man wertstabile Papiere oder Token halten, die zumindest die Inflation durch einen gewissen Zinssatz ausgleichen. Üblicherweise sind dies Staatsanleihen, die mit 2-6 Prozent verzinst sind, und, mit einem niedrigeren Zinssatz umverpackt, im Tagesgeld und in Sparbüchern landen. Genau genommen hat Papiergeld so begonnen: Regierungen gaben verzinste Schuldscheine heraus, die eine bestimmte Menge an Goldmünzen plus Zinsen repräsentierten, und bald begannen, als Zahlungsmittel umzulaufen. In Stablecoins liegt die große Chance, dass diese Art des verzinsten Zahlungsmittels eine digitale Renaissance erlebt. Wäre es nicht großartig, wenn man Fiat-Token hält, die einen kleinen Zins abwerfen? Schließlich profitieren die Herausgeber der Stablecoins, etwa Tether oder Circle, in astronomischem Ausmaß davon, die Token durch Staatsanleihen zu decken. Was spräche dagegen, zumindest einen Teil der Profite an die User weiterzugeben? Die kurze Antwort ist die Regulierung, die verzinste Finanzprodukte als Wertpapier (Security) einstuft. Die lange Antwort, um die es hier gehen soll, ist das Finanzsystem. Mit den USDM hat das Mountain Protocol den ersten liquiden, frei verfügbaren Stablecoin aufgelegt, der Zinsen erwirtschaftete. Gedeckt durch Staatsanleihen begann er im Spätsommer 2023, das Halten mit fünf Prozent zu vergolden. Da die fünf Prozent durch einen geschickten Smart Contract laufend ausgezahlt werden, konnte man auch dann davon profitieren, wenn man kein langfristiger Halter war. Die Problematik mit der Regulatorik umging Mountain, indem es auf den Bermudas angemeldet war. Nun kauft Anchorage Digital das Mountain Protocol – und wickelt erst einmal dessen einziges Produkt ab. Der Kauf soll, erklärt das Unternehmen unverblümt, „Institutionen ermächtigen, den Markt für Stablecoins und digitale Assets zu führen.“ Er wird das Team, die Technologie und das geistige Eigentum von Mountain „in Anchor Digital integrieren, um unsere Stablecoin-Kompetenzen zu stärken.“ Denn Stablecoins, so CEO Nathan McCauley, „sind im Begriff, das Rückgrat der Digitalwirtschaft zu werden. Dank der regulatorischen Fortschritte und neuer institutioneller Anwendungsfälle ist unsere langfristige Vision klar: Jedes Unternehmen wird ein Stablecoin-Unternehmen sein.“ Anchorage, eine „globale Krypto-Plattform, die Institutionen ermöglicht, an digitalen Assets teilzuhaben“, ist bereits Teil des „Global Dollar Networks“, durch das verschiedene Krypto-Unternehmen, darunter Kraken, Robinhood und Paxos, den globalen Stablecoin USDG herausgeben (der aber noch bei einer guten Viertelmilliarde Dollar herumkrebst). Darüber hinaus hat Anchorage Digital ein „Stablecoin Reward“-Programm eingeführt. Wer seine Stablecoins bei Anchor Digital verwahrt, erhält Rewards, also eine Art Zins. Private Anleger dürfen daran nicht teilnehmen, da nur Finanzinstitutionen, Regierungen und Unternehmen als Kunden angenommen werden. Ein Stablecoin wie USDM, der auch Privatleute in den Genuss von Zinsen bringt, stört in diesem Konzept natürlich. Zwar sei man „begeistert, das gleiche Mindset [wie bei USDM] zu Anchorage Digital zu bringen, um die nächste Generation von Stablecoins zu schaffen“, erklärt Mountain Protocol CEO Matias Caricato. Doch im gleichen Zug gibt er bekannt, dass es Teil der Übernahme sei, „dass das Mountain Protocol die geordnete Abwicklung der USDM-Stablecoins einleiten wird.“ Diese geordnete Abwicklung wird so ablaufen: Ab dem 12. Mai wird das Minting neuer USDMs eingestellt. Danach werden noch für 30 Tage Zinsen ausgezahlt, bevor der Zinssatz auf 0 Prozent gesenkt wird. Primäre Kunden werden die USDM durch die Plattform des Mountain Protocols gegen Dollar wechseln können, andere USDM-Holder sollten sie über Börsen gegen andere Token tauschen. Vielleicht war es unvermeidbar, dass es so kommt. Dennoch ist es schade, weil damit ein Instrument verschwindet, das Teile des Finanzwesens demokratisieren kann.

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