Nachdem Trump eine vorübergehende Entspannung der Spannungen mit dem Iran ankündigte, stieg Bitcoin kurzzeitig um 4 %, doch Derivatdaten zeigen ein unzureichendes bullisches Vertrauen
Laut Cointelegraph stieg Bitcoin nach Trumps Ankündigung einer vorübergehenden Entspannung der Spannungen mit dem Iran und der Suche nach Verhandlungen kurzzeitig um 4 %, während die Ölpreise in der Folge um 14 % auf 85 USD pro Barrel für WTI fielen und der S&P 500-Index um 3 % stieg. Bitcoin-Derivatdaten lassen jedoch weiterhin Zweifel aufkommen, und dem Markt fehlt das Vertrauen in die Unterstützungsmarke von 68.000 USD.
Auf dem Futures-Markt lag die annualisierte Prämie für 2-Monats-Bitcoin-Futures am Montag bei 2 % und damit unter der typischen Spanne von 4 % bis 8 %, die bei neutralen Bedingungen längeren Laufzeiten entspricht, was auf eine unzureichende Nachfrage nach Long-Leverage hindeutet. Dieser Mangel an Vertrauen hält bereits seit einem Monat an, obwohl die Preise zuvor kurzzeitig auf etwa 76.000 USD gestiegen waren.
Auf dem Optionsmarkt wurde die Call-Option auf 80.000 USD mit Ablauf am 24. April auf der Handelsplattform Deribit mit 0,017 BTC (ca. 1.207 USD) bewertet. Unter Berücksichtigung einer Restlaufzeit von 31 Tagen und einer impliziten Volatilität von 48 % bezifferte der Markt die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin in diesem Zeitraum auf 80.000 USD steigt, auf lediglich 20 %. Eine solch geringe Erwartung für einen Anstieg um 13 % innerhalb eines Monats ist im typischerweise optimistischen Kryptomarkt selten.
Die Haltung der US-Notenbank Federal Reserve, Zinssenkungen zu pausieren, erschwert es Anlegern, aus festverzinslichen Anlagen auszusteigen, und Händler dürften vorsichtig bleiben, bis die Ölpreise auf 75 USD oder darunter fallen. Sofern keine zusätzlichen Katalysatoren auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin-Händler eine bullische Haltung einnehmen, gering, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden mangelnden Überzeugung bei On-Chain-Daten und Derivatindikatoren.


