Benchmark: Ohne Verabschiedung des Market Structure Bill drohen dem US-Kryptomarkt "strukturelle Einschränkungen"
BlockBeats News, 26. Januar: Die Wall-Street-Brokerfirma Benchmark erklärte, dass der US-Kryptomarkt nicht in das strenge regulatorische Umfeld der Jahre 2022-2023 zurückkehren werde, sollte der US-Kongress in diesem Jahr keine Gesetzgebung zur Marktstruktur verabschieden. In einer kritischen Phase der globalen Adaption und des wachsenden institutionellen Interesses wird die Marktstruktur jedoch weiterhin eingeschränkt bleiben.
Analyst Mark Palmer schrieb am Montag in einem Bericht: "Das Fehlen einer Gesetzgebung wird dazu führen, dass eine strukturelle Risikoprämie in weiten Teilen des Ökosystems für digitale Vermögenswerte bestehen bleibt." Er fügte hinzu, dass dies den Spielraum für Bewertungssteigerungen bei Plattformen, die primär auf den US-Markt ausgerichtet sind, begrenzen würde.
Palmer wies darauf hin, dass ein legislatives Scheitern die Reifung von Kryptowährung eher verzögern als stoppen würde, was dazu führen könnte, dass der US-Markt sein Potenzial nicht voll ausschöpfen kann. In diesem Szenario würden Investoren Vermögenswerte mit einem Bitcoin-Kern, einer starken Bilanz und einer cashflow-stabilen Infrastruktur bevorzugen, anstatt regulierungssensible Bereiche wie Krypto Börse, DeFi und Altcoins.
Diese Gesetzgebung zielt darauf ab, einen regulatorischen Rahmen für den US-Kryptomarkt zu schaffen, indem geklärt wird, wie digitale Vermögenswerte als Rohstoffe oder Wertpapiere einzustufen sind und welche regulatorischen Verantwortlichkeiten die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) haben. Obwohl der im letzten Jahr vom Repräsentantenhaus verabschiedete Gesetzentwurf den Fokus der Diskussion auf Details wie Stablecoin-Renditen und DeFi-Schnittstellen verlagerte, sind die Verhandlungen im Senat langsamer und umstrittener, mit dem Risiko, dass die endgültige Genehmigung bis zum nächsten Jahr verzögert wird.
Palmer glaubt, dass der Markt begonnen hat, diese Art von Zeitrisiko einzupreisen. Sollte das Market Structure Bill nicht verabschiedet werden, werden Krypto Börse weiterhin mit Unsicherheiten beim Listing, höheren Compliance-Kosten und Einschränkungen bei der Expansion margenstarker Produkte konfrontiert sein. Der Prozess der Stablecoin-Monetarisierung könnte sich ebenfalls aufgrund unklarer Regeln zu Renditen und Verteilung verzögern.
Der Bericht stellt fest, dass Bitcoin und auf Bitcoin fokussierte Vermögensverwaltungsgesellschaften aufgrund des etablierten Status von Bitcoin als Rohstoff relativ unbeeinflusst bleiben werden. Auch das regulatorische Risiko für Mining-Unternehmen und energiegestützte Infrastruktur ist geringer.
DeFi und Smart Contract-Plattformen bleiben am anfälligsten, da die regulatorische Unklarheit die Teilnahme am US-Markt weiterhin einschränkt; während Verwahr- und Compliance-Dienstleister in einer relativ defensiven Position sind.
Trotz der Verzögerung im Gesetzgebungsprozess glaubt Palmer weiterhin, dass die Wahrscheinlichkeit für die Verabschiedung des Market Structure Bill hoch ist – selbst in einer abgeschwächten Form. Er betonte, dass jede Form von Gesetzgebung dazu beitragen würde, das regulatorische Risiko zu verringern und eine breitere institutionelle Beteiligung voranzutreiben.
