Neues Fed-Vorstandsmitglied: Keine Eile bei Zinssenkungen, Beschäftigungsrisiko höher als Inflationsrisiko
BlockBeats News, 16. Januar: Anna Paulson, die neu ernannte Präsidentin der Philadelphia Fed und stimmberechtigtes FOMC-Mitglied für 2026, erklärte in ihrem ersten nationalen Medieninterview, dass es derzeit keine Notwendigkeit gebe, Zinssenkungen zu überstürzen. Sie drückte ausdrücklich ihre Unterstützung für die Führung von Fed-Chef Powell und die Unabhängigkeit der Zentralbank aus.
Paulson merkte an, dass das aktuelle Zinsniveau noch leicht über dem neutralen Bereich liege, was dazu beitrage, die Inflation weiter in Richtung des 2%-Ziels zu drücken. Sie zeigte sich "zufrieden" mit der Zinspause bei der Januarsitzung. Sie erwartet im Laufe des Jahres erhebliche Fortschritte bei der Inflation, aber ob es später in diesem Jahr zu einer Zinssenkung kommt, hänge von zwei Faktoren ab: ob die Inflation wie erwartet weiter nachlässt und ob es zu einer unerwarteten Verschlechterung am Arbeitsmarkt kommt.
Hinsichtlich der Risikobilanz glaubt Paulson, dass das Abwärtsrisiko für den Arbeitsmarkt "etwas höher" sei als das Risiko einer hartnäckigen Inflation. Sie wies darauf hin, dass das jüngste Beschäftigungswachstum stark auf die Sektoren Gesundheitswesen und soziale Dienste konzentriert war und die Abkühlung des Arbeitsmarktes die Erwartungen übertroffen habe. Jedes Anzeichen für einen Übergang von einer "Verlangsamung" zu einem "Zusammenbruch" wäre ein wichtiges Warnsignal.
Insgesamt wird Paulson innerhalb des FOMC als eher taubenhaft (dovish) angesehen, aber ihre Haltung betont "Geduld und Datenabhängigkeit", wobei der Schutz vor dem Risiko von Arbeitsmarktverwerfungen Vorrang hat, während gleichzeitig die Rückkehr zum Inflationsziel sichergestellt werden soll.
