Zinsprognose 2026: Was bedeutet die neue Fed-Politik für den Markt?
Originaltitel: What To Expect For Interest Rates In 2026
Autor: Simon Moore, Forbes
Übersetzung: Peggy, BlockBeats
Anmerkung der Redaktion: Da der Markt auf ein Szenario mit einem „neuen Fed-Vorsitzenden + einer neuen Runde von Zinssenkungen“ im Jahr 2026 wettet, ist der US-Zinspfad erneut zur Schlüsselvariablen für die globale Asset-Bewertung geworden.
CME-Futures deuten darauf hin, dass der Leitzins im Jahr 2026 auf etwa 3 % fallen könnte, was unter der aktuellen Spanne von 3,75 %–4 % liegt, wobei die größten Senkungen wahrscheinlich in der ersten Jahreshälfte konzentriert sein werden. Vor dem Hintergrund, dass die Inflation noch nicht vollständig zum Ziel zurückgekehrt ist und Anzeichen einer Abschwächung der Beschäftigung aufgetreten sind, bleibt der politische Ausblick jedoch unsicher. Obwohl erwartet wird, dass die Trump-Administration einen taubenhafteren neuen Vorsitzenden ernennt, bedeutet der operative Mechanismus des FOMC, dass die politische Haltung weiterhin von Wirtschaftsdaten bestimmt wird.
Dieser Artikel skizziert den Zeitplan für die wichtigsten Zinssitzungen, die Erwartungen an Zinssenkungen und die politische Dynamik für 2026 und bietet Lesern einen klaren Rahmen, um die Richtung der US-Zinssätze zu verstehen.
Das Folgende ist der Originaltext:

Nach der routinemäßigen Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) in Washington beantwortete Fed-Chef Jerome Powell Fragen auf einer Pressekonferenz. Trotz des Drucks von Präsident Donald Trump auf eine Zinssenkung beließ die US-Zentralbank den Leitzins unverändert in der Spanne von 4,25 %–4,5 %.
Basierend auf der Preisgestaltung von Zins-Futures durch das CMEFedWatch-Tool erwartet der Markt allgemein, dass es 2026 vor dem Hintergrund eines „neuen Fed-Vorsitzenden“ einen kurzfristigen Zinssenkungszyklus geben wird, wobei sich die acht FOMC-Sitzungen im Laufe des Jahres wahrscheinlich auf den Pfad der Zinssenkungen konzentrieren werden.
Davor hält das FOMC am 10. Dezember 2025 noch seine letzte Zinssitzung des Jahres ab. Der Markt glaubt, dass die Möglichkeit einer kleinen Zinssenkung bei dieser Sitzung besteht, aber die Wahrscheinlichkeit, den Zinssatz beizubehalten, ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen.
Zinspfad 2026
Basierend auf der aktuellen Preisgestaltung wird erwartet, dass der Leitzins bis Dezember 2026 auf etwa 3 % sinken wird, was unter der aktuellen Spanne von 3,75 %–4 % liegt.
Der Zinsausblick birgt jedoch immer noch erhebliche Unsicherheit: In extremeren Marktschätzungen könnten die Zinsen auf bis zu 2 % fallen oder weiterhin auf dem 4 %-Niveau verharren.
Wenn das FOMC letztendlich eine Zinssenkung einleitet, glaubt der Markt, dass sich die entscheidende Zinssenkung auf die erste Jahreshälfte 2026 konzentrieren könnte. Im Gegensatz dazu sind die Fed-Beamten selbst vorsichtiger bei ihren Prognosen zum Zinsniveau für 2026, wobei die meisten Prognosen immer noch davon ausgehen, dass die Zinsen über 3 % bleiben werden. Diese Prognosen wurden jedoch im September veröffentlicht und werden im Dezember erneut aktualisiert.
Zeitplan der FOMC-Sitzungen 2026
Obwohl die Fed die Zinsen in einem wirtschaftlichen Notfall jederzeit anpassen kann, folgt sie in normalen Jahren üblicherweise dem festgelegten Zeitplan von acht Sitzungen.
Die zinspolitischen Sitzungen 2026 finden an folgenden Daten statt: 28. Januar, 18. März, 28. April, 17. Juni, 29. Juli, 16. September, 28. Oktober und 9. Dezember.
Ab März wird das FOMC seine Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (SEP) bei abwechselnden Sitzungen aktualisieren.
Neuer Vorsitz könnte niedrigere Zinsen vorantreiben
Es wird erwartet, dass Präsident Trump 2026 einen neuen Fed-Vorsitzenden nominiert, der eine „senkende“ Ausrichtung stärker unterstützt. Prognosemärkte (wie Kalshi) sehen derzeit Kevin Hassett als wahrscheinlichsten Kandidaten.
Dies deutet darauf hin, dass die Zinspolitik 2026 weiter beeinflusst werden könnte. Zum Beispiel hat Stephen Miran, der 2025 von Trump ernannt wurde, bei Abstimmungen konsequent zu einer aggressiveren Haltung bei Zinssenkungen tendiert.
Abgesehen von der Wahl des Vorsitzenden wird die allgemeine Abstimmungsstruktur des FOMC jedoch im bestehenden Muster fortgesetzt, was bedeutet, dass die Geldpolitik aufgrund eines neuen Vorsitzenden keine drastische Verschiebung erfahren wird.
Wirtschaftsdaten bleiben eine Schlüsselvariable
Letztendlich werden die Entscheidungen der Fed weiterhin von Wirtschaftsdaten bestimmt.
Derzeit liegt die Inflation leicht über dem 2 %-Ziel, zeigt aber keine Anzeichen dafür, außer Kontrolle zu geraten; die Arbeitslosenquote ist leicht gestiegen, aber nicht auf ein alarmierendes Niveau.
In diesem Umfeld ist es wahrscheinlich, dass das FOMC die Zinsen schrittweise senken wird. Wenn sich die Arbeitslosenquote erheblich verschlechtert, könnte die Zinssenkung gezwungenermaßen erhöht werden; umgekehrt könnte die Fed das Tempo der Anpassungen verlangsamen, wenn die Inflation unerwartet wieder ansteigt. Letzteres Szenario hat jedoch derzeit eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.
Der am stärksten beobachtete Indikator ist derzeit die Beschäftigungsdatenlage. Einige Beamte glauben, dass sich der Arbeitsmarkt verlangsamt, was die Gesamtwirtschaft nach unten ziehen könnte, was eine frühzeitige Zinssenkung erforderlich macht; während andere glauben, dass eine nachlassende Beschäftigung kein echtes Risiko darstellt.
Die Beschäftigungsdaten werden 2026 weiterhin zeigen, wessen Einschätzung näher an der Realität lag.
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