Von Helium bis Jupiter: Warum Token-Buybacks nicht mehr effektiv sind
Originalartikel: "Token Buyback Strategie auf dem Prüfstand: Helium kündigt Ende an, Projektteam ohne Mittel?"
Autor: 1912212.eth, Foresight News
Während einige Projekte aufgrund niedriger Token-Preise und hohem Anlegerdruck gezwungen waren, eine Token-Buyback-Strategie einzuführen, überdenken Projektteams diesen Ansatz nun grundlegend.
Am 3. Januar twitterte Helium-Gründer Amir Haleem, dass sie den the token-Buyback einstellen würden. Der Grund ist simpel: Der Markt "interessiert" sich nicht für den Buyback des Projektteams. Die Wirkung auf den Token-Preis sei vernachlässigbar, weshalb man aufhöre, "Mittel zu verschwenden".

Die Details: Ein fester Prozentsatz (10-20 %) der Einnahmen fließt in Buybacks; die Mittel stammen aus dem operativen Cashflow, nicht aus neuen Token. Die Ausführung erfolgt automatisiert über Krypto Börsen mit hoher Liquidität. Das gekaufte HNT wird teilweise verbrannt, um das circulating supply zu reduzieren, der Rest wird für zukünftige Anreize gesperrt. Haleem betonte, das Ziel sei es gewesen, "Halter zu belohnen und den Preis durch Angebotsverknappung zu stabilisieren".
Ursprünglich sollte dies bis Ende 2026 laufen. Doch der Token-Preis enttäuschte die Gründer.

Seit dem Hoch bei 4,57 USD im Juli fiel der Kurs stetig auf 1,3 USD. Der Nutzen der Buybacks war minimal.
Haleem erwähnte, dass das Helium-Mobile-Geschäft im Oktober 2021 monatliche Einnahmen von 3,4 Millionen USD erzielte. Da der Token fast vollständig im Umlauf ist, entsprächen 20 % monatliche Buybacks etwa 680.000 USD.

In einem Bärenmarkt wirkt ein Buyback-Fonds von wenigen Millionen Dollar wie ein Tropfen auf den heißen Stein.
Haleem erklärte: "Wir müssen die Nutzerbasis von Helium Mobile ausbauen, das Netzwerk erweitern und die Auslastung erhöhen. Wir investieren alle Mittel in diese Bereiche, bis sich die Stimmung bessert."
Während Helium kaum für Diskussionen sorgte, brachte Jupiter-Mitgründer Siong Ong das Thema erneut auf den Tisch.
Jupiter's $70 Million Buyback Fails to Reverse Coin Price Decline
Jupiter ist der größte DEX Aggregator im Solana-Ökosystem. Am 3. Januar fragte Siong Ong die Community, ob der JUP-Buyback pausiert werden sollte.

Er erklärte: "Letztes Jahr wurden über 70 Millionen Dollar für JUP-Buybacks ausgegeben, aber der Kurs hat sich kaum bewegt. Wir könnten diese 70 Millionen Dollar nutzen, um Wachstum für Nutzer zu fördern."
Im Januar 2025 kündigte Jupiter an, 50 % der Protokollgebühren für JUP-Buybacks zu verwenden und diese für 3 Jahre zu sperren.

Nach einem Jahr und 70 Millionen USD an Buybacks ist die Performance jedoch schwach: Der Kurs fiel auf 0,2 USD, ein 10-facher Rückgang vom 2024er-Hoch bei 2 USD.
Trotz strenger Regeln ist der Nutzen für den Token-Preis nahezu null.

Am 31. Januar werden zudem 700 Millionen JUP-Token (10 % des Maximalangebots) im Wert von 147,88 Millionen USD freigeschaltet. Bei schwachem Kaufdruck und hohem Verkaufsdruck ist die Kursentwicklung absehbar.
Staking? Continued Buyback? Big Names Debate
Die Aktionen von Helium und Jupiter lösten Debatten aus. Solana-Mitgründer Anatoly Yakovenko (Toly) lehnt klassische Buybacks ab: "Langfristige Kapitalbildung braucht Jahre, nicht Quartale." Toly schlägt vor, Gewinne über staking als forderungsberechtigte Vermögenswerte zu sperren, ähnlich einer Eigenkapitalverwässerung in der klassischen Finanzwelt. Dies belohnt langfristige Halter statt Spekulanten.
Kyle von Multicoin Capital stimmt zu: Krypto-Teams sollten langfristigen Haltern Mehrwert bieten, auch wenn der Mechanismus verfeinert werden muss.
Es gibt jedoch Gegenstimmen.
Brian Smith, COO von Jito, meint, dass Buybacks in Abschwungphasen den Shareholder-Value steigern. "Buybacks zugunsten von Wachstumsinvestitionen zu hinterfragen, ist legitim. Aber schlechte Kurse als Grund anzuführen, ist unhaltbar. Die Frage ist: Investiert man zu wenig in renditestarke Wachstumschancen? Wenn ja, sollten keine Buybacks stattfinden. Viele Krypto-Projekte sind jedoch gut finanziert, und die Mittelallokation in DAOs ist oft chaotisch."
Jordi von Selini Capital merkt an, dass einige der erfolgreichsten Projekte in diesem Zyklus ihre Charts durch automatisierte Buybacks verzerrt haben. Projekte wie HYPE, ENA und JUP kauften bei überhöhten Preisen zurück und verkauften Millionen auf dem Höhepunkt. Dies führte dazu, dass viele Privatanleger aufgrund von FOMO am Top kauften und Verluste erlitten. Einige Gründer geben nun den Buybacks die Schuld, was irreführend ist. Wie oft müssen uns Finanzmärkte noch an grundlegende ökonomische Wahrheiten erinnern?
Jordi schlägt vor: Wenn Mittel für die Entwicklung fehlen, sollten sie nicht für Buybacks genutzt werden. Sobald ein Projekt jedoch nachhaltige Einnahmen erzielt – welchen Sinn hat der Token dann ohne Dividenden, Buybacks oder klare finanzielle Utility?
Er schlägt eine zielgerichtete Lösung vor: Buyback-Mengen preisabhängig festlegen. Mehr kaufen, wenn Preise niedrig sind, und in überhitzten Märkten drosseln. Zudem könnten Buybacks basierend auf dem KGV-Verhältnis erfolgen, etwa 100 % unter einem KGV von 4 und 75 % im Bereich 4-6.
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