Meinung: Wenn der CLARITY-Gesetzentwurf nicht verabschiedet wird, könnte die US-Regierung die Kryptowährungsregulation in Zukunft verschärfen
Peter Van Valkenburgh, Geschäftsführer von Coin Center, erklärte, dass eine zukünftige unfreundliche US-Regierung die Regulierung der Kryptowährungsindustrie erneut verschärfen könnte, wenn der Kryptowährungsmarkstrukturgesetzentwurf CLARITY nicht verabschiedet wird. Wenn die Gesetzgebung zum Schutz der Entwickler im CLARITY-Gesetz und im Blockchain Regulatory Certainty Act zugunsten kurzfristiger Geschäftsinteressen und des aktuellen Regulierungsumfelds abgelehnt wird, könnte die Branche in schwierige Situationen geraten.
Peter Van Valkenburgh wies darauf hin, dass der Zweck der Verabschiedung des CLARITY Act darin besteht, zukünftige Regierungen rechtlich zu binden, anstatt sich auf die Haltung der aktuellen Regierung zu verlassen; ohne relevante rechtliche Schutzmaßnahmen könnte die Kryptowährungsindustrie von Ermessensvollmachten, politischen Veränderungen und Unsicherheit betroffen sein. Laut seiner Offenlegung wurde der CLARITY Act im Senat aufgrund von Differenzen zwischen Banken, Kryptowährungsunternehmen und Gesetzgebern über Schlüsselbegriffe, einschließlich der Frage, ob Stablecoin-Renditen erlaubt werden sollen, ins Stocken geraten. Der Gesetzesentwurf umfasst unter anderem einen Registrierungsrahmen für Kryptowährungsvermittler, eine Regulierung von digitalen Vermögenswerten und eine Klassifizierung von Token.
Darüber hinaus könnten zukünftige Regierungsabteilungen in Ermangelung legislativer Klarheit die Durchsetzung gegen Entwickler von Datenschutzwerkzeugen verstärken und sie als nicht registrierte Geldübermittlungsstellen betrachten, während bestehende regulatorische Auslegungsrichtlinien ebenfalls widerrufen werden könnten. Zuvor wurde der ehemalige SEC-Vorsitzende Gary Gensler von der Branche dafür kritisiert, dass er die Politik durch Durchsetzungsmaßnahmen und Vergleichsverfahren mit Kryptowährungsunternehmen und nicht durch formelle Regelungen vorantreibt. Seit seinem Rücktritt am 20. Januar 2025 hat die SEC mehrere langjährige Durchsetzungsfälle gegen Kryptowährungsunternehmen zurückgezogen und mildere regulatorische Anleitungen herausgegeben.
