Die japanische Finanzaufsichtsbehörde treibt die Überarbeitung des Gesetzes über das Geschäft mit Krypto-Vermögenswerten voran und startet gleichzeitig drei Pilotprojekte zum Zahlungsverkehr mit Stablecoins
Marktnachrichten zufolge hielt Shigeru Shimizu, Leiter der Abteilung für Risikoanalyse der japanischen Finanzaufsichtsbehörde (FSA), auf dem am 21. April 2026 stattfindenden „9. BCCC Collaborative Day“ eine Sonderrede, in der er bedeutende Fortschritte bei der Regulierung von Kryptowährungen bekanntgab. Die FSA hat dem außerordentlichen Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, in dem sie vorschlägt, Kryptowährungen vom Zahlungsdienstleistungsgesetz in das Gesetz über Finanzinstrumente und Börsen zu überführen. Dies umfasst im Wesentlichen vier Kernaspekte: Vorschriften zur Offenlegung von Informationen, die Einführung neuer Klassifizierungen für unabhängige Betreiber, die Verschärfung der Strafen für nicht registrierte Betreiber sowie die Ausarbeitung von Vorschriften gegen Insiderhandel.
Gleichzeitig treibt die FSA drei empirische Versuche im Rahmen der „Payment Innovation Projects (PIP)“ voran: erstens einen Testlauf für grenzüberschreitende Zahlungen mit Yen-Stablecoins, an dem drei große Banken beteiligt sind; zweitens die On-Chain-Abwicklung von Wertpapieren wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Aktien auf Basis der Blockchain, mit dem Ziel eines kontinuierlichen Handels rund um die Uhr; drittens ein Experiment zur tokenisierten Interbank-Einlagenübertragung, das am 3. April dieses Jahres Unterstützung erhielt und in Verbindung mit dem Sandbox-Projekt der Bank of Japan zur Tokenisierung der digitalen Zentralbankwährung vorangetrieben wird. Herr Shimizu erklärte, dass die Blockchain großes Potenzial habe, den Komfort von Finanzdienstleistungen zu verbessern und die Produktpalette zu erweitern, und dass die Finanzaufsichtsbehörde die institutionelle Entwicklung und die praktische Unterstützung weiterhin fördern werde.
