Circles Übernahme von Axelar sorgt für Kontroversen: AXL stürzt um 15 % ab
Originalartikel-Titel: "Circle übernimmt Axelar: Fokus auf das Team statt auf den Coin"
Originalautor: Azuma, Odaily Planet Daily
Am frühen Morgen des 16. Dezembers gab der Stablecoin-Riese Circle offiziell die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Übernahme des Kernteams und der Technologie von Interop Labs bekannt, dem ursprünglichen Entwicklungsteam des Cross-Chain-Protokolls Axelar Network. Dieser Schritt soll die Cross-Chain-Infrastrukturstrategie von Circle vorantreiben und eine nahtlose sowie skalierbare Interoperabilität für Kernprodukte wie Arc und CCTP ermöglichen.
Eigentlich ein klassischer Fall einer Übernahme eines hochwertigen Teams durch einen Branchenriesen. Doch der Knackpunkt: Circle betonte ausdrücklich, dass die Transaktion nur das Interop Labs-Team und dessen geistiges Eigentum umfasst, während das Axelar Network, die Axelar Foundation und der AXL Token weiterhin unabhängig unter Community-Governance operieren werden. Das andere beteiligte Team des ursprünglichen Projekts, Common Prefix, übernimmt die relevanten Aktivitäten von Interop Labs.
Einfach ausgedrückt: Circle hat das ursprüngliche Entwicklungsteam des Axelar Network übernommen, aber das Netzwerk selbst sowie den AXL Token explizit ausgeschlossen.
Nach dieser Nachricht erlebte AXL einen starken Einbruch und notierte gegen 10:00 Uhr morgens bei etwa 0,115 USD, was einem Rückgang von 15 % innerhalb von 24 Stunden entspricht.

Die Situation, bei der man "das Team will, aber nicht den Coin", hat eine hitzige Debatte über das Thema "Eigenkapital vs. Token" ausgelöst.
Gegenposition: Impliziter RUG, Chaos durch Circle, Leidtragende sind die Token-Halter
Einige VCs kritisieren das Vorgehen scharf: "Ich habe echtes Geld in das Projekt investiert und halte eine beträchtliche Menge an Token, und jetzt nehmt ihr die Leute weg, die die Arbeit machen – was nützt mir dieser Token noch?"
Simon Dedic, Gründer von Moonrock Capital, kommentierte: "Wieder eine Übernahme, wieder ein RUG. Circle übernimmt Axelar, schließt aber die Foundation und den AXL Token aus – das ist ethisch höchst fragwürdig. Wer einen Token herausgibt, sollte ihn wie Eigenkapital behandeln oder es lassen."
Der Mitbegründer von Block und 6MV, Mike Dudas, ergänzte: "Dies ist allein Circles Werk. Es gibt Gerüchte, dass Circles VP of Corporate Development sagte: 'Die Investoren sind mir egal', und das Team sowie die IP einfach herausgekauft hat."
Der Gründer von Lombard Finance prognostizierte: "Axelars Kernteam wurde von Circle gekauft, AXL könnte nun wertlos sein. Der Token existiert seit über drei Jahren, das Eigenkapital des Teams wurde bereits vollständig realisiert. Das Ergebnis ist bitter: Das Team hat Gewinne gemacht, während Token-Halter nur auf einen fernen Traum hoffen können."
ChainLink-Community-Mitglied Zach Rynes erklärte: "Dies zeigt erneut den Interessenkonflikt zwischen Token und Eigenkapital in der Krypto-Industrie. Das Entwicklungsteam wurde übernommen, während die Token-Halter leer ausgehen. Die sogenannte unabhängige Fortführung unter Community-Governance ist nichts anderes als das Verlassen der Nutzer durch das Team."
did-4610">Nicholas Wenzel, Ecosystem Lead bei SOAR, sagte: "Der Axelar Token steuert auf Null zu. Ein weiterer Fall, in dem Token-Halter nichts gewinnen, während Eigenkapitalgeber von der Übernahme profitieren."
Unterstützende Position: Normales Marktverhalten, Token stehen am Ende der Kapitalstruktur
Während die Gegenseite die Ungerechtigkeit gegenüber Token-Haltern betont, verweist die Unterstützerseite auf die Marktregeln bei Finanzierungen und M&A.
Jeff Dorman, CIO von Arca, hält Circles Handeln für fair und erläutert die Kapitalstruktur: Unternehmen beschaffen Mittel über verschiedene Ebenen der Kapitalstruktur mit einer klaren Prioritätenfolge: besicherte Schulden > unbesicherte vorrangige Schulden > nachrangige Schulden > Vorzugsaktien > Stammaktien > Token.
In der Geschichte gab es unzählige Fälle, in denen die Interessen einer Investorengruppe auf Kosten einer anderen realisiert wurden.
· Bei Insolvenzen profitieren Gläubiger auf Kosten der Eigenkapitalgeber;
· Bei Leveraged Buyouts (LBOs) profitieren Eigenkapitalhalter oft auf Kosten der Fremdkapitalgeber;
· Und Token stehen oft am Ende der Kapitalstruktur…
Das bedeutet nicht, dass Token wertlos sind, aber der Markt muss erkennen: Wenn ein Unternehmen ein anderes mit geringem Wert übernimmt und die Token praktisch wertlos sind, erhalten Token-Halter keine "Einhorn-Dividende".
Avichal Garg, Mitbegründer von Electric Capital, kommentierte: "Das ist ein normales Phänomen. Wenn der gesamte zukünftige Wert vom Team geschaffen wird, gibt es kein Unternehmen, das Renditen an Investoren zahlt."
Kernkonflikt: Was genau sind Token?
In der Kontroverse zwischen Axelar und Circle haben beide Seiten valide Argumente.
Die Wut der Opposition ist real: Token-Halter trugen das Risiko in der kritischsten Phase, nur um bei der Wertrealisierung ausgeschlossen zu werden. Das Kernteam und die IP haben ihren Wert realisiert, während die Token in einem narrativen Vakuum der "Community-Governance" zurückgelassen wurden.
Die Einschätzung der Unterstützer hat praktische Rationalität: Aus Sicht der Kapitalstruktur sind Token weder Schulden noch Eigenkapital und haben bei Fusionen keine Priorität. Circle hat keine Geschäftsregeln verletzt; es war eine kalkulierte Entscheidung.
Der wahre Kern des Widerspruchs liegt in einer Frage, die die Branche lange vermieden hat: Was genau ist ein Token in der rechtlichen und wirtschaftlichen Struktur?
In optimistischen Zeiten wurden Token als "quasi-Eigenkapital" betrachtet; bei Übernahmen oder Insolvenzen entpuppten sie sich als "Nicht-Eigenkapital-Instrumente". Dieses narrative Eigenkapital ist die Ursache für die wiederkehrenden Konflikte.
Der Fall Axelar ist hoffentlich ein Anlass für die Branche, über die Positionierung von Token nachzudenken: Token besitzen nicht von Natur aus Rechte; nur institutionalisierte und strukturierte Rechte werden in entscheidenden Momenten anerkannt.
Das könnte Ihnen auch gefallen

Coin-Besitz oder Eigenkapital? Die falsche Frage

Wyoming Stablecoin FRNT auf Solana, Polycule Bot gehackt: Was bewegt die Krypto-Community?

XRP könnte Bitcoin überholen: XRP/BTC-Chart deutet auf seltenen Ichimoku-Ausbruch seit 2018 hin

IOSG: Das Spiel ohne Gewinner, wie kann der Altcoin-Markt die Sackgasse durchbrechen?

Jupiter & Helium entlarven die Token-Buyback-„Meta“ – Warum sie in Krypto nie funktioniert

Bester neuer Meme Coin unter 0,01 $ – 5. Januar

Kühle Aufnahme des Public Sale, Regeländerungen und Front-Running-Verdacht: Infinex in Kontroversen verstrickt

Der Aufstieg des HyperEVM-Ökosystems: Viel mehr als Hyperliquid

Venezuelas 60-Milliarden-BTC-Schattenreserve, Walmart plant Bitcoin-Zahlungen und aktuelle Krypto-Community-Trends

Analyse der Top 10 Whales auf Polymarket: Die Illusion von Smart Money und die Realität des Handels

BitMine investiert weitere 259 Mio. USD in Ethereum, Validator-Warteschlange nähert sich 1 Million ETH

Bitcoin Prognose: BTC nahe 90.000 $ mit Volumen-Anstieg – Ein Sprung auf 96.000 $ voraus?

Die Chronik des Untergangs: Venezuelas gescheitertes Petro-Projekt

Von Helium bis Jupiter: Warum Token-Buybacks nicht mehr effektiv sind

Jupiter Token Buyback Kontroverse, Vitaliks Vision für 2026: Was die Krypto-Community heute bewegt

Caixin: Guthaben auf digitalen RMB-Wallets werden ab 2026 verzinst

Ankündigung: Fed veröffentlicht bald Protokoll der geldpolitischen Sitzung

HYPE Token Unlocks wecken das Interesse der Investoren
Wichtige Erkenntnisse: Ein bedeutender HYPE Token Unlock ist heute um 15:30 Uhr Pekinger Zeit geplant, bei dem 9,92 Millionen Token...







